3. März 2018, Endstand 5:0

 

Ein Gutes vorweg: Auch wenn kaum einer vorher noch groß gezweifelt hat – der Klassenerhalt ist durch. Holstein spielt mindestens eine weitere Saison in der 2. Bundesliga. Doch wie es dazu gekommen ist, ist eigentlich das größere Highlight. Elf Spiele ohne Sieg, acht Punkte und an vielen Ecken schon erste kritische Stimmen, die vereinzelt sogar schon die Zweitligatauglichkeit des furiosen Aufsteigers von der Ostseeküste anzweifelten.

 

Chnee

 

Ob es nun das war oder die Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt, die sich Dank des ungemütlichen Ostwindes mindestens wie -10° C anfühlten – im Gegensatz zu den letzten Heimspielen taten sich doch ein paar Lücken auf den Rängen auf. Am Ende sahen 10.143 Zuschauer Spiel Nummer 12 nach dem letzten Sieg. Ziemlich genau vier Monate war das 3:0 gegen die SGD her. Trotzdem war der Optimismus vor der Partie an vielen Ecken zu spüren. War doch das 2:0 gegen die Zebras im März 2017 das erste Spiel des furiosen Schlussspurts nach der bittere Niederlagen in Osnabrück.

 

Dieter

 

Kölsche Jungs

 

Vor Anpfiff gab es erst mal eine dicke Überraschung für unseren Trainer. Jugendfreunde aus Köln, die mit Markus Anfang zusammen unter dessen Vater Dieter Anfang das Kicken erlernt haben, waren nach Kiel gekommen um ihren Freund zu unterstützen. Der ließ es sich nicht nehmen, sich kurz aus der Pre-Match-Anspannung zu reißen, überwand Zäune, Stufen und Sitzschalen und warf sich freudestrahlend in die Arme seines Besuches. Überraschung geglückt. Für CCK gab es auch Grund zur Freude. Die Weltbrauerei Taarstedt hatte in der vergangenen Woche ein Angeliter Altbier gezaubert. Und da mindestens ein Drittel von CCK ein großer Alt-Fan ist, musste das natürlich geordert und verköstigt werden. Urteil: Ein tolles, rundes Altbier, das wirklich zu empfehlen ist. Ebenfalls zu empfeheln ist auch der neue Infoflyer "Düt un dat" von den Compagno, der heute seine Premiere auf der Tribüne feierte. Schickes Teil, das neben Infos aus der und für die Szene auch Wissenwertes über die Heimatstadt enthält (passend zum Umschlag diesmal ein kleines "Portrait" über Asmus Bremer).

 

Bier

 

Größtes Lob hat auch die Mannschaft verdient. Von Anpfiff an war das Kieler Team hochkonzentriert bei der Sache, spielte den Fußball, an dem sich die Holstein-Fans schon in der Hinrunde erfreuen konnten und ließ auch zu keiner Zeit Zweifel daran, dass die drei Punkte endlich fällig waren. Sinnbildlich für den Willen war gleich das 1:0 nach 18. Minuten, bei sich David Kinsombi nicht etwa fallen ließ, sondern statt einer Chance auf einen Elfmeter lieber direkt abschloss. Der Jubel war noch gar nicht ganz verstummt, da setzte sich Aaron Seydel auf dem Flügel durch, seine Flanke segelte einmal quer durch den Strafraum und fand Dominick Drexler als Abnehmer - 2:0! Vom MSV nicht viel zu sehen, nach den Spielen gegen Aue und St.Pauli war der Vorsprung aber noch nicht beruhigend. Und bis zum Halbzeitpfiff konnte die KSV keine weitere Chance nutzen.

 

David

 

Dome

 

Jubel

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Pausentee oder Glühwein - hauptsache ein wenig aufwärmen. Und auf ging es in die nächsten 45 Minuten, auf Kieler Seite mit einer dicken Portion Vorfreude. Sechs Minuten nach Wiederanpfiff gab es dann bereits die Vorentscheidung: Der ansonsten eher blasse Kiel-Rückkehrer Fabian Schnellhardt hatte Marvin Ducksch im 16er gelegt - den fälligen Strafstoß versenkte Kingsley Schindler. 

 

Czichos

 

Lewe

 

Holstein zeigte pure Spielfreude und blieb konzentiert und kämpferisch. Der nächste, der sich in die Torschützenliste verewigte, war Kapitän Rafael Czichos, der einen Abpraller nach einer Ducksch-Ecke aus kurzer Distanz verwertete. Ob das 5:0, das auch gleichzeitig der Endstand war (mit dem die Gäste noch gut bedient waren), nun eine direkt verwandelte Ecke des eingewechselten Steven Lewerenz war oder ein Eigentor von Duisburgs Nauber, war am Ende mal komplett egal. Hatte das Motto der Duisburger Fans vorm Spiel noch gelautet "Stoßt die Störche vonner Planke", war es nun der MSV gewesen, der im hohen Norden Schiffbruch erlitt und mal komplett unterging.

 

Planke

 

Planke 2

 

Speilstand

 

Auf Kieler Seite dann endlich mal wieder die verdiente Gänsehautstimmung nach Abpfiff. Auch Markus Anfang konnte sich der nicht entziehen und zeigte sein breitestes Grinsen beim Entgegennehmen der Glückwünsche seiner Freunde, die er wissen ließ, dass sie jetzt wohl öfter nach Kiel kommen müssen.

 

Anfang Crew

 

Was die Saison sonst noch so bringt, wird sich zeigen - auf jeden Fall kann ab jetzt ganz entspannt genossen werden. Und damit geht es am nächsten Wochenende in Bochum los. Auf geht's in den Pott!

 

Alle Bilder in der Galerie.

 

 

 
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