24. Januar 2018, Endstand 2:2

 

„Vor dem Spiel hätte ich ein 2:2 super gefunden. Nach dem Spiel ärgert man sich wieder.“ - Dieses Zitat aus Kreisen der Podcaster trifft den emotionalen Zustand nach dem Spiel doch ziemlich genau. Vorher überwog vor allem die Vorfreude (wobei sie das meistens vorher tut und nicht nachher), dass es endlich wieder losgehen sollte und mit Union gleich mal ein feiner Gegner ins Haus stand. Das wahnsinnige Hinspiel war noch gut im Gedächtnis und dann war bei Flutlicht eigentlich mit optischen Akzenten aus dem Gästeblock zu rechnen. Zurecht, wie sich herausstellen sollte.

 

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Aufgrund der Sperren von Czichos, Schmidt und Mühling musste für den Jahresauftakt 2018 ordentlich umgebaut werden. Zum Glück gab es dafür ja die Wintervorbereitung inklusive Trainingslager. Und keinesfalls musste von einer B-Elf gesprochen werden. Die Akteure belohnten das in sie gesetzte Vertrauen. Besonders Tom Weilandt, der in der Hinrunde nicht so recht zum Zuge kam, konnte sich unter der spanischen Sonne für einen Startelfeinsatz empfehlen und bedankte sich direkt mit einem schönen Treffer zum 1:0. Nur ganze neun Minuten hatte es gebraucht, um auch die Kieler Euphorie aus dem Winterschlaf zu holen.

 

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Die Defensive Kiels machte einen guten Job. Besonders Kinsombi konnte mit seiner Schnelligkeit viel rausholen und Herrmann, laut Statistik der Spieler mit drittmeisten Kilometern auf dem Tacho, ackerte was das Zeug hielt. Dazu noch ein Niklas Hoheneder, der verlorene Bälle per Grätsche zurückeroberte. Es wirkte ein wenig so, als wenn jeder auf dem Feld einen Meter mehr für die gesperrten Akteure lief. Das brachte wirklich mal wieder Laune, dieser Truppe zu zu sehen.

 

Auch offensiv waren die Störche weitestgehend spielbestimmend. Zehn Minuten nach Weilandt, netzte Drexler zum 2:0. Und das war bei Weitem noch nicht alles, was nach vorne ging. Doch ärgerten sich Kieler Publikum, wie auch Akteure und Offizielle auf und neben dem Rasen über die eine oder andere verpasste Chance zum 3:0. Und das durchaus zurecht. Denn noch vorm Pausenpfiff erzielten die Gäste, wenn auch eher glücklich, den Anschlusstreffer.

 

 

Unaufhörlich prasselte der Regen hernieder, es war schwer, aber die Zuschauer harrten aus. Was schon im Weltmeisterschaftsfinale 1954 bestand hatte, konnte genauso gut auf diesen nasskalten Januarabend angewendet werden.

 

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Doch spätestens in der Halbzeit heizte Erik Cohen den insgesamt 11.503 Zuschauern, davon etwas 2.140 aus der Bundeshauptstadt, mit seiner neuen Fußballhymne „Englische Wochen“ im Stadion ordentlich ein. Wie nicht anders erwartet ein Brett.

 

In der zweiten Hälfte des Spiels setzte sich fort, was die erste Halbzeit schon gezeigt hatte. Holstein das bessere Team, defensiv stabil, und zwischen der 55 und 70 Minute ließen die Störche auf in der Offensive wenig vermissen und schnürrten Union geradezu ein. Nur fehlte die Prise Effektivität und Glück, was sich leider rächte. Der Berliner Hedlund schaffte es, durch die Kieler Abwehrreihen zu schlüpfen und fand sich alleine vor Kronholm wieder. Kinsombi noch in Reichweite verhinderte  anch Ansicht des Unparteiischen regelwiedrig einen Torschuss. Die Konsequenz war ein Platzverweis für einen bis dahin besten Kieler und ein Elfmeter für Union, den Polter sicher zum späteren  Endstand 2:2 verwandelte. Tatsächlich sorgte der Berliner Ausgleich nicht kollektiv für Frust beim Heimpublikum. Ein älterer Herr sprang auf und machte klar, dass er sich eine Relegation gegen den HSV wünschte. Wobei aktuell sogar enttäuscht werden müsste, da Holstein zumindest eine Nacht ganz oben bleibt.

 

score

 

Die nachfolgenden Wechsel, Peitz, Siedschlag und Seydel für Weilandt, Drexler und Ducksch dienten wohl lediglich der Ergebnissicherung.

 

Wie bereits eingangs erwähnt laden Spielverlauf und Ergebnis zu gemischten Gefühlen ein. Doch eins ist sicher: Absteigen werden wir wegen dieses Unentschiedens nicht. Und bereits am Sonnabend in Fürth gibt es die nächste Chance auf einen Dreier.

 

Alle Bilder in der Galerie.

 
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