18. November 2017, Max-Morlock-Stadion, Endstand 2:2

 

"Erfüllt mein Herz mit Stolz und Demut.", dieses Zitat eines Holstein-Fans, der schon auf dem Schoß seines Vaters die ersten Spiele der Störche verfolgt hatte, traf vermutlich bei vielen der mitgereisten Kieler ins Schwarze. Die KSV beim Club - einem Verein, der kaum wie ein anderer für Tradition im großen Fußball steht. Spätestens mit der Umbenennung in Max-Morlock-Stadion, die auch dank einer großen Beteiligung von Fans an einem ins Leben gerufenen Crowdfundings möglich war, wurde dieser Status nochmal unterstrichen. So war die Vorfreude groß. Zusätzlich wurde diese durch den Holstein-Entzug während Länderspielpause angeheizt.

 

Max Morlock

 

Auf dem Weg nach Nürnberg sind Gründe, warum es sich lohnt, die rund 725 Kilometer auf sich zu nehmen, schnell gefunden. Natürlich war da erstmal die eigene Mannschaft, die es immer und überall zu unterstützen gilt. Aber auch die durchaus ansehnliche Kurve, der mit Gate 8 vor einigen Jahren ein filmisches Denkmal gesetzt wurde und das Stadion an sich rechtfertigen die Tour nach Franken.

 

Das 1928 eröffnete Stadion, welches sich auf dem ehemaligen Reichparteitagsgelände befindet, galt seinerzeit als größte und modernste Anlage der Welt. Charakteristisch ist besonders die achteckige Form, die es bereits von Anfang hat. Ursprünglich als „Städtisches Stadion“ errichtet, war es Schauplatz vieler legendärer Spiele. Seien es Meisterschaften, Pokale, Auf- und Abstiege des FCN, der hier allerdings erst seit 1963 beheimatet ist, oder Länderspiele, besonders im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft 2006, die in dem 50.000 Zuschauer fassenden Stadion zelebriert wurden.

 

Flutlicht

 

Panorama

 

Das Rund, oder besser das Achteck ist aufgrund der Laufbahn, denn auch Leichtathletikwettbewerbe wurde hier schon unzählige Male ausgetragen, relativ weitläufig. Trotzdem und vor allem trotz zahlreicher Umbaumaßnahmen oder Modernisierungen, versprüht das Stadion an vielen Ecken Geschichte und ist einen Besuch beim „Glubb“absolut wert. Dieser Club, oder wenn man den vollen Vereinsnamen nennen will der 1. Fußball-Club Nürnberg, Verein für Leibesübungen e.V. ist genau fünf Monate und drei Tage älter als unsere KSV. Bereits sieben Jahre nach Gründung feierte der FCN die bayerische Meisterschaft und dominierte fortan in Bayern, was ihnen den Beinahmen „Der Club“ einbrachte. Die wirklich großen Erfolge gelangen allerdings erst nach Ende des ersten Weltkrieges. Süddeutscher Pokal, süddeutsche Meisterschaft und schlussendlich der Gewinn der deutschen Meisterschaft ausgerechnet gegen den Lokalrivalen SpVgg Fürth 1920 läuteten ein erfolgreiches Jahrzehnt, in dem insgesamt fünf Mal der Meistertitel errungen werden konnte, ein. Seit dem kamen noch vier Meistertitel und je zwei Siege des Tschammer- bzw. des DFB-Pokals hinzu. Bis 1987 trug der 1. FC Nürnberg damit den Titel „Rekordmeister“, bevor die Landesrivalen aus München ihnen diesen Titel abrangen. Eher unrühmliches Alleinstellungsmerkmal des Clubs ist der Abstiegs als amtierender Meister im Jahr 1969. Bis heute ist das keinem anderen Verein wieder passiert. Es folgten Jahre als Fahrstuhlmannschaft, seit 2014 befindet sich der FCN in der 2. Bundesliga.

 

Und hier wollen die Franken natürlich wieder raus. Und zwar optimalerweise nach oben. 2016 scheiterten sie in der Relegation knapp an Eintracht Frankfurt, in der laufenden Saison steht bisher Platz vier zu Buche.

 

Busse

 

Im Spitzenspiel der 2. Bundesliga gegen Kiel – ein Satz, den man sich vor einiger Zeit nicht hätte träumen lassen, zu schreiben - wollten die Gastgeber näher an das obere Trio heran rücken. Und zunächst sah es auch ganz danach aus, als würde Holsteins Serie – seit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli in der Liga ungeschlagen – enden.

5. November 2017, Endstand 3:0

 

Es war ungefähr die 10. Minute des Spiels, als ich meinen Blick durchs Stadion schweifen ließ und mein Herz anfing noch ein bisschen mehr zu hüpfen als sonst an den Spieltagen derzeit.

 

Es hatte nichts mit der Begegnung gegen Dynamo, die wir so oder so ähnlich ja schon einige Male hatten, zu tun. Auch waren es nicht die fast 10.500 Zuschauer, die das Stadion füllten. Vermutlich war es einfach ein Schwall Liebe und Stolz, der mich überkam. 13. Spieltag, Holstein auf Platz zwei, volles Haus, norddeutsches Wetter, die alte Kurve, das letzte Überbleibsel unseres alten Runds, prall gefüllt (zumindest der Gästeblock M), die funktionellen Stahlrohrtribünen, die geliebt und gehasst werden und nicht zuletzt die altehrwürdige Haupttribüne, die schon unzählige Umbauten erlebt und noch unzähligere Spiele gesehen hat und sogar das sympathische Kommentatoren-Urgestein Uli Potofski ins Schwämen brachte – all das ließ mein Herz in dem Moment höher schlagen. Vielleicht war der Auslöser die vergangene Nacht, die ich damit verbracht hatte, Video um Video aus den letzten 30 Jahren Holstein Kiel im Internet abzurufen.

 

Uli

 

Gästekurve

 

Für einen Moment war das Geschehen auf dem Rasen egal. Und doch war es das nicht. Ein Bekannter erzählt immer gerne, dass er seit über 40 Jahren Holstein-Fan ist und „seine“ KSV noch nie so gut gewesen sei. In einer anderen Unterhaltung stellte ich fest, dass es vermutlich die beste KSV seit Einführung der Bundesliga 1963 ist.

 

So oder so ist es im Moment einfach, Holstein Kiel – Fan zu sein. Das muss doch sogar Wolf von Lojewski zugeben. (in Kiel aufgewachsener Journalist, der mal das Zitat:“Es ist eben leicht, Fan von Bayern München oder vom HSV zu sein. Aber Holstein..., da brauchst Du seelische Kraft.“ geprägt hat.)

28. Oktober 2017, Stadion Böllenfalltor, Endstand 1:1

 

Bei den Broilers heißt es "Düsseldorf - Köln, Köln - Düsseldorf - Köln" - bei uns Kiel - Mainz, Mainz - Kiel, Kiel - Darmstadt, Darmstadt - Kiel. Berufsbedingt musste unsere Besatzung rund 48 Stunden in Kiel verbringen, bevor es zurück über A7 und A5 wieder ins Rhein-Main-Gebiet ging. 2.500 Kilometer in einer Woche für die KSV - eine gute Vorbereitung für kommende Europacup-Spiele (Mailand hin und zurück ist nicht weiter, auch Budapest liegt ähnlich "dicht").

 

a7

 

Doch bevor es ins Nachtlager in Darmstadt ging, wurde im rund 130 Kilometer entfernten Alsfeld eine ausgiebige Pause eingelegt. Der Magen musste gefüllt werden und da uns der Sinn weder nach dem kulinarischen Raststätten-Einheitsbrei oder Fast Food stand, wurde der kleine Ort, mit der hübschen, historischen Fachwerkaltstadt erobert. Ein Blick in die Suchmaschine führte uns in die Gaststätte "Zur Gemütlichkeit". Und hier war Name Programm. Uriges Ambiente, lokales Bier, die zweite Halbzeit in des Rhein-Main-Derbys und dazu ein halbes Hähnchen und den "Alsfelder Käs'" - ein Hackbraten in einer deftigen, dunklen Soße aus Bier und jeder Menge Zwiebeln. Viel mehr hatte die Karte auch nicht zu bieten - muss aber auch nicht. Hätte man nicht noch etwas mehr als eine Stunde Fahrt auf dem Zettel gehabt, man wäre gerne hier versackt.

 

gemütlich

 

Für die Mannschaft ging es nach dem Pokalaus, dass zwar schade war, aber auch angesichts der guten Leistung über 120 Minuten, verschmerzbar ist, nicht zurück. Die Zeit zwischen Pokal und Liga wurde in Leimen überbrückt. Am Böllenfalltor trafen sich dann alle wieder.

 

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flutlicht

 

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hintertor

 

dreieckuhr

 

Mit Darmstadt gegen Kiel traten auch die Mannschaft mit den meisten Heimtoren gegen die Mannschaft mit den meisten Auswärtstoren gegeneinander an. Nicht wenige erwarteten ein Torspektakel. Doch hatten die Darmstädter aufgrund ihres Erstrundenaus' im Pokal eben kein Spiel unter der Woche absolviert. Schon gar nicht über die volle Distanz inklusive Verlängerung. Ob es also wirklich ein Torfestival werden würde, war vorm Spiel offen. Trotz Bundesliga-Vita, Trainer Thorsten Frings und Namen wie Altintop, Weltmeister Großkreutz oder Sobiech gab es keinen Grund für Ehrfurcht vorm Gegner.

 

kevin

 

dominic

 

kenny

 

Aber die Gastgeber begannen stark. Das Spiel keine fünf Minuten alt, als der Ball schon im Kieler Tor landete. Ausgerechnet der Fußballgott musste sich dem Torschützen, der Kenny anschließend aus kurzer Distanz keine Chance ließ, geschlagen geben. Die Lilien waren auch im weiteren Spielverlauf zunächst die gefährlichere Mannschaft. Eine der besten Chancen auf Kieler Seite war ein Schuss aus zweiter Reihe von Patrick Herrmann. Ein in der 15. Minute reklamiertes Handspiel des Gegners im Strafraum wurde von Schiedsrichter Brand nicht als solches gesehen. Die Darmstädter Offensive dagegen, machte mächtig Alarm im Kieler Strafraum. Insgesamt hatten die Gastgeber bisher mehr vom Spiel. In der 33. Minute foulte der gelb vorbelastete Altintop Steven Lewerenz. Auf Seiten der Kieler war man sich einig - das musste Gelbrot sein (in den TV-Bildern kann man die Linie des Schiedsrichters dann übrigens eher nachvollziehen). 

 

foul

 

Doch der Schiedsrichter ließ Milde walten und so bekam Lilientrainer Thorsten Frings die Chance, Altintop auszuwechseln, bevor es zu spät war. Gleichzeitig übernahmen die Störche nach und nach das Ruder und rissen das Spiel an sich. In der 42. Minute vollendete Drexler dann, was sich schon angedeutet hatte.

 

jubel

 

einszueins

 

Nach einer etwas verunglückten Vorlage von Kingsley Schindler konnte er den Ball trotzdem verwertbar am Darmstädter Keeper hinein ins Tor legen. Der Ausgleich war, wenn auch hart erarbeitet, voll verdient. Kurz vor Schluss hatten Lewerenz und Ducksch sogar beide noch die Chance auf die Führung, blieben aber glücklos.

 

OPEL Arena, 24. Oktober 2017, Endstand 3:2 n.V.

 

20. Dezember 2011: Der Regionalligist Holstein Kiel schlägt, nachdem die damaligen Zweitligisten FC Energie Cottbus und MSV Duisburg schon dran glauben mussten in der 3. Runde des DFB-Pokal den Erstligisten Mainz 05 und ernteten zu recht den Beinamen "Pokalsschreck". Fünf Jahre später zählt die KSV selber zu diesen Zweitligisten, konnte in der ersten Runde Ligakonkurrenten Eintracht Braunschweig eliminieren und durfte dieses Mal bereits in Runde 2 gegen Mainz antreten. Mit einem weiteren Unterschied zu damalsd: Der Ligazugehörigkeit zum Dank landete Holstein im Profitopf und bekam ein Auswärtsspiel zugelost. Also hieß es auf einem Dienstag ab ins rund 630 Kilometer entfernte Rhein-Main-Gebiet.

 

yugo45

 

Dass ein Teil der CCK-Reisegruppe zeitig am Dienstagmorgen aufbrach, war noch einem ganz besonderen Abstecher geschuldet. Wir waren mal wieder in kulinarischer Mission unterwegs. Unser Ziel? Das YUGO 45 in Offenbach. Wenn die Stadt, die sich so liebevoll an Frankfurt schmiegt, eine Sache zu bieten hat, dann ist eine Vielzahl von Imbissen mit Balkanspezialitäten. Und ein ganz besonderer ist eben jener Laden im Zentrum Offenbachs. Die Speisekarte ist übersichtlich. Neben Cevapcici und Hacksteak stehen nur wenige weitere Gerichte, allesamt fleischlastig, zur Auswahl. Da wir aber genau wegen dieser beiden Spezialitäten im Yugo eingekehrt waren, landeten diese zusammen mit hausgemachten, gegrilltem Brot, Ajvar und Kajmak, einer schweren butterartigen Käsecreme, wie uns erklärt wurde, auf dem Teller. Ein Gedicht. Dafür lohnt ein Abstecher nach Offenbach.

 

Noch ein kurzer Besuch bei unserer Airbnb-Gastgeberin im Hessischen Mainz-Kastel um den Schlüssel abzuholen und das "Feierabend"-Bier kalt zu stellen (einen ganz herzlichen Dank nochmal!) und schon quälten wir uns durch den Berufsverkehr über den Rhein, durch das Rheinland-Pfälzische Mainz bis zur OPEL Arena (oder ehemalige Coface Arena - pro traditionelle Stadionnamen ;) ).

 

opelarena

 

Da noch reichlich Zeit bis Anpfiff war und die Podcastcrew, mit der wir verabredeten waren, nicht an den Laden kam (der Parkplatzshuttle weigerte sich, nur zwei Autobesatzungen zur acht Kilometer entfernten Arena zu fahren), gönnte sich unsereins noch einen Pre-Match Snack, in Form eines Sloppy Joes (Bolognese in Hot Dog Brötchen) und eine großzügige Tüte Süßkartoffelfritten (leider kalt). Zugegeben, die Brisanz des heutigen Abends war gering, bis gar nicht vorhanden. So standen im Verpflegungsbereich vor der Haupttribüne Kieler und Mainzer einträchtig nebeneinander, tranken Bier und fachsimpelten. Echte Pokalathmosphäre kam nur schwer auf. Nur rund 8.500 Karten wurden im Vorfeld verkauft. Das Interesse an dem heutigen Spiel schien aus Mainzer Sicht nicht besonders groß. Vermutlich auch, weil das anstehende Derby gegen die Eintracht seine Schatten voraus warf. So lautete die Devise - Mainz auswärts nach allen Kräften zu einem Heimspiel zu machen.

 

auflaufen

 

heimkurve

 

gästeblock

 

Zahlenmäßig wurden es am Ende 10.441 Zuschauer, davon 762 aus Kiel. Im Holstein-Stadion wären es vielleicht ein paar mehr geworden. Nichtsdestotrotz ist Holstein im DFB-Pokal auswärts ein echtes Erlebnis. Zumal das Spiel einen großen Teil dazu beigetragen hat. Dass die Begegnung gegen den zwölften der Bundesliga auch für eine derzeit top aufgelegte, Kieler Mannschaft kein Spaziergang würde, war im Vorfeld den meisten klar. So verwunderte es auch nicht, dass Mainz in den ersten 20 Minuten etwas mehr vom Spiel hatte. Doch für den Kieler zu dem Zeitpunkt kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Holstein konnte spielerisch durchaus mithalten und erlaubte sich so gut wie keine Fehler. So war es auch mehr ein einfch guter Spielzug, als eine Nachlässigkeit Kiels, die zur Führung der Gastgeber führte. Und obwohl Mainz durch das Tor beflügelt schien, ließ sich Holstein nicht lumpen und erspielte sich ebenfalls die eine oder andere Chance. Besonders Ducksch ackterte unermüdlich, blieb am Ende des Abends jedoch glücklos. Bis zur Halbzeit war einziges Highlight noch ein Wechsel beim 1. FSV. Torhüter René Adler musste verletzt das Feld verlassen. Für ihn Robin Zentner, der ja bekanntlich 27 Spiele lang das Kieler Tor gehütet hat.

21. Oktober 2017, Endstand 2:1

 

Arminia Bielefeld – das war für das Umfeld des noch relativ jungen Drittligisten Holstein Kiel in der Saison 14/15 schon die große weite Fußballwelt. Lange Jahre in der Bundesliga, die Bielefelder Alm gehört doch zu den bundesweit bekannten Stadien, mit dem jeder doch irgendetwas verbindet. Nebenbei kloppte sich Holstein vor 30 Monaten noch mit den Arminen um die Aufstiegsplätze in der 3. Liga. Das Auswärtsspiel in Ostwestfalen gehört mit dem Ausgleich kurz vor Schluss durch Breitkreuz sicherlich zu den großen Highlights in den Erinnerungen der fast 2.000 mitgereisten Kielern.

 

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Wie sich die Zeiten doch ändern, denn am 11. Spieltag der 2. Bundesliga stand doch tatsächlich wieder eine Begegnung zwischen Kiel und Bielefeld an und nicht wenige große Medienanstalten würden die aufgrund der Tabellensituation wohl wieder als „Topspiel“ bezeichnen. Das sahen auch viele der mitgereisten Arminia-Fans so, ca. 1.800 Fans hatten sich auf dem Weg an die Förde gemacht und brannten sich auch gleich in das Gedächtnis des restlichen Stadions ein. Vor dem Anpfiff zog eine gute Menge blauer Rauch und dazugehörige Raketen durch das Stadion.

 

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Auf dem Platz bekamen die Kieler Anhänger ein paar Veränderungen in der Startelf zu sehen. Trainer Markus Anfang zollte der bevorstehenden englischen Woche Tribut oder hatte sich die Gäste in der Analyse ausgeguckt, denn statt Seydel, Herrmann und Lewerenz bekamen gegen Bielefeld Schindler, Heidinger und Weilandt die Chance von Beginn an ihr Können zu zeigen. Außerdem freute sich Bernd Schippmann über die erste Nominierung im Zweitligakader, Lukas Kruse war krank. Bei den Gästen stand mit Sören Brandy sogar ein Ex-Storch im Kader, genaue Eindrücke von seinen Leistungen dürften aber nur noch die wenigsten im Kopf haben.

 

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Die in gegnerischen Stadion doch recht starken Gäste setzten Holstein von Anfang an unter Druck und liefen die Viererkette permanent an. Außerdem wurde die Partie doch recht hart geführt, bereits nach wenigen Minuten sah Dominic Peitz nach einem Foul an Klos den gelben Karton. Schiedsrichter Reichel hatte auch in der Folge einige Aktionen abzupfeifen, hatte aber auch nicht immer das richtige Händchen bei der Bewertungen von Zweikämpfen und persönlichen Strafen. Oft waren beiden Teams aber im Spielaufbau zu ungenau, der letzte Pass kam nicht an oder prallte an irgendeinem Bein der Defensive ab. Daraus resultierte dann auch der deutliche Mangel an Torchancen. Nach einer Viertelstunde flog dann einmal eine Arminia-Flanke durch den Strafraum, verfehlte das Ziel um einen Meter. Nach einigen verletzungsbedingten Unterbrechungen musste sich Kenneth Kronholm nach etwas über eine halbe Stunde zum ersten Mal so richtig strecken, doch der Versuch von Kerschbaumer flog am Ende einen Meter über die Latte.

 

Und die KSV? Die hatte kurze Zeit später auch den ersten gefährlichen Abschluss, doch wie Kerschbaumer verfehlte Marvin Ducksch die Führung knapp. Drei Minuten vor der Pause folgte dann die beste Gelegenheit der Partie: Heidinger konnte den Ball Richtung Elfmeterpunkt flanken, fand dort Regisseur Dominick Drexler, der Ortega im Tor zu einer Glanzparade zwang. Kurz vor Reichels Pausenpfiff hatte Goalgetter Ducksch per Freistoß die Führung auf dem Fuß, aber etwas zu ungenau.

 

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